| "Gott zur Ehr – Dem Nächsten zur Wehr" |
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| Geschrieben von: Niko |
| Montag, den 27. Juli 2009 um 08:42 Uhr |
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Das Motto der Brandschützer ziert die Fahne, die Oberbürgermeister Hermann Sievers an Branddirektor Martin Laker überreichen kann. „Der Einzelne ist nichts, die Gemeinschaft ist alles”, sagt Sievers in seiner Laudatio. Die Stadt schenkt den Feuerwehrleuten das goldbestickte Prachtstück. Dazu noch etwas besonders Praktisches: Eine neue Brandmeldeanlage kann in Betrieb genommen werden. In den Anfangstagen der Freiwilligen Feuerwehr – wir schreiben das Jahr 1869 – gibt es noch keine Brandmeldeanlage. Hornisten der Feuerwehr übernehmen es, ihre Kameraden zu alarmieren. Sie füllen damit eine der wichtigsten Aufgaben aus: Telefon oder elektrischen Strom kennen die Wattenscheider noch nicht, Sirenen wird es auch erst wesentlich später geben. Die Einwohner wissen aber, wer in der Freiheit Hornist bei der Freiwilligen Feuerwehr ist. Bei ihnen kann man Alarm geben, die Hornisten blasen danach ein Signal, das die anderen Hornisten zu weiteren Signalen veranlasst und dadurch die Feuerwehrleute zum Treffpunkt ruft. Die Wehr ist in insgesamt vier Abteilungen gegliedert. Die Steigermannschaft ist für die Leitern zuständig, die Spritzenmannschaft bedient – natürlich mit Muskelkraft – die Feuerspritzen. Die Kuppenmannschaft stellt die Wasserversorgung sicher, die Rettungsmannschaft übernimmt die Rettung der Verletzten und die Bergung von Vieh sowie Hab und Gut. Ein Steigerturm dient der Freiwilligen Feuerwehr zu Übungszwecken. Dieser Turm besitzt zahlreiche Fenster, die mit den Leitern erklommen werden können. Zum Trocknen der Wasserschläuche nach der Benutzung ist das Innere des Steigerturms gedacht. Dort werden sie aufgehängt und an der Luft getrocknet. Der Steigerturm steht zunächst an der Hüller Straße, dann auf dem Alten Markt, zuletzt auf dem Gertrudisplatz. Bei dessen Ausbau wird der Turm im Jahr 1934 abgebrochen. Auf der Heide wird 1903 der zweite Löschzug der Feuerwehr gebildet. Die Wattenscheider Zeitung berichtet: „Der neue Steigerturm ... liegt hinter den Centrumsschulen und wird zweifellos infolge der an ihm vorzunehmenden Übungen dazu beitragen, die bekannte Schlagfertigkeit und Schneidigkeit unserer freiwilligen Feuerwehr zu festigen und zu stärken.” Zur Einweihung des neuen Spritzenhauses, das gleichzeitig Polizeigewahrsam ist, bemerkt das Lokalblatt: „Nicht unerwähnt wollen wir lassen, daß für den Abend in freigiebigster Weise die Zeche Centrum für das nötige Löschwasser und für Cigarren gesorgt hatte. Gut Schlauch!” Die Ausrüstung der Feuerwehr wird im Laufe der Jahre immer wieder modernisiert. 1929 bekommt der Löschzug ein neues Fahrzeug, einen „automobilen Mannschaftswagen”. Das Gefährt wird vom Hersteller „Modell Wattenscheid” genannt – in der Alten Freiheit wird dies mit Begeisterung zur Kenntnis genommen. Aber auch abgesehen vom Namen beschleunigt der Leiterwagen – mit Sitzen beiderseits der Leiter für die Feuerwehrleute – die Erreichbarkeit des jeweiligen Brandherdes erheblich. Quelle: WAZ Wattenscheid, 24.07.2009 http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/wattenscheid/2009/7/24/news-126989537/detail.html |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 27. Juli 2009 um 08:43 Uhr |
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