Tradition auf neuen Wegen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Niko   
Montag, den 07. November 2011 um 12:16 Uhr

Wattenscheid.

Der Heilige Martin wäre zwar schon über 1500 Jahre alt, doch auch im hohen Alter
muss man sich ja manchmal der Moderne anpassen: Unter dem Motto „Traditionen
pflegen - neue Wege gehen“ plant das Familienzentrum SPEM an der Emilstraße
diesmal einige Reformen zum St. Martinsfest. Trotzdem hofft
Einrichtungsleiterin Doris Salewski auf die gewohnt positive Resonanz der
vielen Besucher.

„In den inzwischen über dreißig Jahren des Umzuges haben wir die Nachbarn immer abgeholt.

Jetzt wäre es schön, wenn die Leute zu uns kommen“, lädt die Sozialpädagogin dazu ein, sich
am 11. November um 17.30 Uhr vor dem Familienzentrum zu treffen. „Denn wir
werden einen neuen, kürzeren Weg zum Martinsfeuer auf dem Mariannenplatz gehen.
Der bislang genutzte Feldweg ist einfach zu unsicher geworden, und sowohl für
die kleinen Kinder, als auch für die Erwachsenen mit Kinderwagen ein Risiko.“

 

Und der Gang zur Sammelstelle soll sich lohnen, nicht nur der Weg ist nämlich neu: „In Anlehnung
an die Adventsfenster in anderen Gemeinden, die mich persönlich immer
unheimlich berühren und mir einen Impuls geben, werden wir ein von den Kindern
gestaltetes Martinsfenster feierlich erleuchten, dazu wird die Legende
nacherzählt.“



Danach geht es dann zu den Klängen der Jagdhornbläsergruppe Wattenscheid gemeinsam los, die Geschichte des wohltätigen Reiters bleibt dabei natürlich weiterhin im Mittelpunkt. Gerade für
den Kindergarten betont Doris Salewski die pädagogisch-soziale Bedeutung. „St.
Martin ist für uns nach wie vor der wichtigste Heilige. Er ist den Kindern ein
Vorbild und demonstriert wie kein zweiter, wie es im Leben gehen sollte.“



Er wird in diesem Jahr allerdings den Zug nicht hoch zu Ross anführen, die Einrichtung legt auch
hierbei einen anderen Schwerpunkt. Nachdem der Tross mit seinen Laternen am
Martinsfeuer angekommen ist, steht das Schattenspiel der kleinen Akteure aus
dem Hort auf dem Programm. Weniger modern, sondern ganz geschichtsbewusst
wollen sie den Stoff rund um Bettler, St. Martin und Umhang aufführen.



Wie gewohnt trägt wieder die Freiwillige Feuerwehr aus Höntrop mit einem Strahler zum

Gelingen des Stücks bei, die Floriansjünger werden aber ebenso zur Sicherheit ein

Auge auf das Feuer richten.



Ganz im Sinne des Patrons
erklärt Doris Salewski den guten Zweck, der außerdem mit der kleinen
Brauchtumsfeier einhergeht: „Die Erlöse aus dem Verkauf von Glühwein, Tee,
Brezeln und Würstchen spenden wir an die Patenschaften der SPEM für Kinder in
Haiti und Indonesien. So können wir uns insgesamt auf einen neuen, und dennoch
traditionell-bewussten Auftakt der besinnlichen Zeit 2011 freuen.“

 

Quelle: WAZ Wattenscheid, 20.10.2011, Christopher Becker

 

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