Großbrand auf Bochumer Bauernhof PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Niko   
Mittwoch, den 12. August 2009 um 08:20 Uhr

In den frühen Morgenstunden des 12. August erreichten mehrere Anrufe die Leitstelle der Feuerwehr, die ein Feuer auf einem Reiterhof an der Bergener Straße meldeten. Sofort rückte der zuständige Löschzug der Hauptfeuer- und Rettungswache III sowie weitere Sonderfahrzeuge zur Einsatzstelle aus.

 

 

Als die Einsatzkräfte acht Minuten später am Brandort eintrafen, brannte ein etwa 15 mal 40 Meter breiter Stall in voller Ausdehnung. Aufgrund der großen Flammenbildung drohte das Feuer auf mehrere Gebäude, darunter ein weiterer direkt angrenzender Pferdestall, überzugreifen. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr war es Mitarbeitern des Reiterhofs gelungen, vier Pferde aus der brennenden Halle zu befreien. Dabei zog sich eine männliche Person Schnittverletzungen an der Hand zu und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Durch einen massiven Löschangriff der Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf weitere Gebäude verhindert werden. Außerdem konnten aus dem angrenzenden Pferdestall etwa 15 Pferde gerettet werden. Sie wurden durch einen Tierarzt untersucht und auf eine Koppel gebracht.

 

Ein Heizöltank, der sich neben dem Brandobjekt befand, wurde vorsorglich gekühlt. Eine akute Gefahr bestand hier allerdings zu keiner Zeit. Auch geringe Mengen Düngemittel konnten rechtzeitig aus einem Lagerbereich geborgen werden.

Insgesamt wurden zur Brandbekämpfung ein Wasserwerfer und 7 Strahlrohre vorgenommen, zwei davon über Drehleitern. Neben Kräften der Berufsfeuerwehr waren auch sechs Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz, insgesamt 90 Einsatzkräfte. Zwei Einsatzkräfte wurden während der Löscharbeiten leicht verletzt. Beiden wurden vorsorglich in Krankenhäuser eingeliefert.

 

Die Aufräum- und Nachlöscharbeiten gestalteten sich als äußerst zeitaufwendig und zogen sich bis um 11:30 Uhr am Folgetag hin. Durch Kräfte des Technischen Hilfswerks wurde das Brandgut aus dem Pferdestall mit Hilfe von Radladern auf ein nahegelegenes Feld transportiert und dort abgelöscht. Zuvor musste der akut einsturzgefährdete Giebel, sowie weitere einsturgefährdete Mauern eingerissen werden. Das THW war mit Spezialgerät und 60 Mann im Einsatz. Im Verlauf dieser Maßnahmen konnten auch die11 toten Pferde aus dem Stall geborgen werden.

Quelle: Notfallinfo-Bochum.de

Die Löscheinheit Höntrop wurde gegen 3:10 Uhr alarmiert und rückte nach ca. 7 min zur Einsatzstelle mit dem LF 8 aus. An der Einsatzstelle angekommen verlegten die Höntroper Jungs zusammen mit den Einheiten Eppendorf und Bochum-Mitte mehere "B-Leitungen" zu den dort eingesetzen Fahrzeugen. Im Anschluss ging ein Trupp unter Atemschutz vor. Weitere Trupps löchten mit Filtergeräten außerhalb des Gebäudes.

Einsatzende war für die Löscheinheit Höntrop, die mit dem LF 8, MTF und dem Rüstwagen vor Ort war  um 13:45. 

 
 

 
Bilder: WAZ, Wiebold TV

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 30. August 2009 um 11:09 Uhr
 

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